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Hier geht die Post ab. Zieht euch warm an!

vor 2 Stunden
3 Min. Lesezeit

Wer bringt die Stühle, wann kommen die Plakate, und wer hat noch schicke Accessoires für den Lounge-Bereich? Die Vorbereitungen für das erste Lesefestival in Blankenburg laufen auf Hochtouren. „Es ist noch viel zu tun, aber ich sehe Licht am Ende des Tunnels“, sagt Hendrikje Wiards vom Verein Kulturmotor Harz. Gemeinsam mit einer Gruppe engagierter Harzerinnen und Harzer plant sie für Samstag, 7. November, eine Premiere an einem besonderen Ort – der Alten Post, die seit gut 20 Jahren leer steht. Das Motto: „Hier geht die Post ab. Zieht euch warm an!“

Die Idee für das Literatur-Ereignis wurde im Frauenschreibkollektiv Harz geboren, das als Mitveranstalter fungiert. „Wenn man Texte verfasst, möchte man gerne auch einmal eine Rückmeldung bekommen“, erläutert die Blankenburger Autorin Evelyn Gebhardt, die wie Hendrikje Wiards Mitglied im Frauenschreibkollektiv ist. Dafür eigne sich eine Lesebühne mit dem unmittelbaren Draht zum Publikum optimal.


Hinzu trat der Wunsch, das geschichtsträchtige Gebäude im Zentrum der Blütenstadt zumindest zeitweise aus dem Dornröschenschlaf zu wecken, so Hendrikje Wiards. „Wir möchten einen temporären Ort für Begegnung und Austausch schaffen, der allen Interessierten offensteht.“

Mancher kennt den Ort schon aus dem Fernsehen und Kino: Zuvor haben bereits Drehteams von Film und Fernsehen das 1905 erbaute kaiserliche Postamt zum Beispiel als Kulisse für die ARD-Vorabendserie „Alles Klara“ und für Teile der Filmreihe „Die Schule der magischen Tiere“ genutzt. Das Foyer, die Schalterhalle und weitere Räume werden genutzt; die Räume sollen barrierefrei zugänglich sein. „Man muss schon einiges organisieren, wenn man ein leerstehendes Gebäude bespielen möchte“, so Hendrikje Wiards.


Um 16 Uhr startet dort am 7. November das Lesefestival in der Alten Post mit dem ersten

Programmblock, der Kinder, Jugendliche und Familien in den Blick nimmt. Die Wernigeröder

Autorin Charlotte Bamberger und der in Blankenburg lebende Schriftsteller Thomas Rackwitz

lesen aus ihrem Werk. Auch kleine Nachwuchsautorinnen dürfen ihr Schaffen zum Besten bringen Geplant ist außerdem ein Kreativangebot insbesondere für Kinder und Jugendliche) inklusive Möglichkeit zum Verfassen eigener Texte.


Das Abendprogramm beginnt um 19 Uhr und umfasst zwei Blöcke, bei denen weitere regional und teils auch überregional bekannte Autorinnen und Autoren lesen. Neben dem Lyriker Thomas Rackwitz und Aron Boks, der sich in seinen Büchern unter anderem mit der Geschichte seiner Familie in der DDR auseinandersetzt, sind dies unter anderem Evelyn

Gebhardt, der Quedlinburger Künstler Thomas Peters und andere. Das Publikum darf sich zudem auf eine kreative Überraschung freuen.

Musikalisch werden die Lesungen von dem Wernigeröder Singer-Songwriter-Duo Frau Schröder begleitet. Geplant sind ferner Auftritte der Quedlinburger Bands Oak, die an diesem Tag im Duo akustische Klänge bieten, und The Yucca Spiders, die für Rock’n’Roll stehen.


Für das Veranstaltungs-Konzept wurde der Kulturmotor im Herbst 2025 (in Berlin) durch die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland und die Stiftung für Engagement und Ehrenamt mit dem Machen!-Preis 2025 ausgezeichnet. Unterstützt wird das Lesefestival zudem von Bund und

Land über das Förderprogramm „DemokratieLeben! sowie von der Stadt Blankenburg, der Harzsparkasse, und weiteren lokalen Sponsoren und Unterstützern, wie den Stadtwerken, der Freiwilligen Feuerwehr Blankenburg, der Druckerei „Trendpunkt Werbung“, der Apotheke am Nordharzcenter, und vielen weiteren. Einlass für das Familienprogramm ist um 15.30 Uhr, Einlass für das Abendprogramm ist um 18.30 Uhr. Der Eintritt für Kinder und Jugendliche ist am Nachmittag frei; Karten gibt es vor Ort.

Weitere Informationen gibt es zeitnah über die Social-Media-Kanäle des Vereins bei Instagram und Facebook sowie in der Onlineausgabe des Veranstaltungskalenders der Stadt Blankenburg oder hier unter "Veranstaltungen".


Wer kurzfristig den Verein Kulturmotor unterstützen und als Helferin oder Helfer mitmachen

möchte, kann sich auch jetzt noch melden. Eine Mail an die Adresse info@kulturmotor-harz.de

genügt. Gerne darf man die ehrenamtliche Arbeit des Vereins auch durch eine Spende unterstützen. Betreff: „Spende für noch mehr Miteinander im Harz“

 
 
 

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